Heute las ich folgenden Text von Mascha Kaléko, der mir zur Inspiration für meine Collage wurde.

Sie lebte von 1907-1975 und hat diese Worte irgendwann in dieser Zeit geschrieben.

Es ist noch nicht so lange her.....es scheint sich nichts geändert zu haben......

 

" Zeitgemäße Ansprache "

 

Wie kommt es nur, daß wir noch lachen,

Daß uns noch freuen Brot und Wein,

Daß wir die Nächte nicht durchwachen,

Verfolgt von tausend Hilfeschreien.

 

Habt ihr die Zeitung nicht gelesen,

Saht ihr des Grauens Abbild nicht?

Wer kann, als wäre nichts gewesen,

In Frieden nachgehn seiner Pflicht?

 

Klopft nicht der Schrecken an das Fenster,

Rast nicht der Wahnsinn durch die Welt,

Siehst du nicht stündlich die Gespenster

Vom blutigroten Trümmerfeld -?

 

Des Tags, im wohldurchheizten Raume:

Ein frierend Kind aus Hungerland,

Des Nachts, im atemlosen Traume:

Ein Antlitz, das du einst gekannt.

 

Wie kommt es nur, daß du am Morgen

Dies alles abtust wie ein Kleid

Und wieder trägst die kleinen Sorgen,

Die kleinen Freuden, tagbereit.

 

Die Klugen lächeln leicht ironisch:

Ca c'est la vie. Des Lebens Sinn.

Denn ihre Sorge heißt, lakonisch:

Wo gehn wir heute abend hin?

 

Und nur der Toren Herz wird weise:

Sieh, auch der große Mensch ist klein.

Ihr lauten Lärmer, leise, leise.

Und laßt uns sehr bescheiden sein.

 

Today I read the following text by Mascha Kaléko, who became my inspiration for my collage.

 

She lived from 1907-1975 and has written these words sometime during this time.

It is not so long ago ..... nothing seems to have changed ......

 

 "Contemporary Address"

 

How is it that we still laugh,

That we still enjoy bread and wine,

That we do not sleep through the nights,

Followed by a thousand cries for help.

 

Did not you read the newspaper,

Did not you see the horror image?

Who can, as if nothing had happened,

Doing his duty in peace?

 

Do not the terror knock on the window,

Do not be maddened by the world,

Do not you see the ghosts every hour?

From the blood red debris field -?

 

Of the day, in the well-heated room:

A freezing child from hunger land,

At night, in a breathless dream:

A face that you once knew.

 

How is it that you in the morning

All this abdust like a dress

And again the little worries,

The small pleasures, ready for the day.

 

The clever smile slightly ironically:

Ca c'est la vie. Of life's meaning.

Because their care means, laconically:

Where are we going tonight?

 

And only the fool's heart becomes wise:

See, even the big person is small.

They are noisy, quiet, quiet.

And let us be very modest.


Manchmal ist es schwer zu verstehen warum so viele Menschen leiden müssen ....

Wo ist Gott?

Manchmal ist es schwer zu verstehen warum so viele Kinder sterben müssen.....

Wo ist Gott?

Manchmal ist es schwer zu verstehen warum so viel Gewalt herrscht.....

Wo ist Gott?

Manchmal ist es schwer zu verstehen warum es Krieg gibt....

Wo ist Gott?

Sometimes it's hard to understand why so many people have to suffer ....

Where is God?

Sometimes it's hard to understand why so many kids have to die .....

Where is God?

Sometimes it's hard to understand why so much violence prevails .....

Where is God?

Sometimes it's hard to understand why there is a war ....

Where is God?


Stellen wir uns den Müllberg vor den es zu beseitigen gäbe, würde man den ganzen Abfall der Herzen sammeln.

Wäre er kleiner als die Plastikberge in den Ozeanen?

Was wäre eine Welt ohne Hass, Neid, Ignoranz, Manipulation und Gewalt?

Ich denke wir hätten eine friedlichere Zeit als die, in der wir im Moment leben.

 

 

If we imagine the garbage mountain to be eliminated, if we would collect all the garbage of the hearts.

Would he be smaller than the plastic mountains in the Oceans?

What would a world be without hate, envy, ignorance, manipulation and violence?

I think we have a more peaceful time than the one we live in right now.


Die ersten Collagen in diesem Jahr beschäftigen sich mit dem Thema " Angst ".

Meine Gedanken bewegen sich dahin gehend, was Angst für jeden von uns bedeutet.

Für den einen ist es die Angst vor dem Versagen im Beruf, für den anderen die Angst vor sich selber.

Wieder andere Menschen haben schlicht und einfach Angst um ihr Leben.

Wenn wir die Nachrichten aufmerksam verfolgen dann hören wir, leider viel zu häufig, dass wieder Menschen auf der Flucht ertrunken sind. Fern von ihrer Heimat.........jedes einzelne Schicksal bewegt mich und es ist unerträglich weil ich nicht helfen kann.

Ganz besonders schwer zu ertragen ist es, dass zu viele Kinder auf der Welt schon solchem Leid ausgesetzt sind. 

Das es scheinbar niemanden gibt, der sie beschützt vor Krieg, Hunger, Gewalt und Hoffnungslosigkeit.

Sie werden nie die Erfahrung von Urvertrauen in sich und ihre Umwelt genießen.

Sie werden nie Unbeschwertheit kennen lernen und viele von ihnen werden daran verzweifeln.

 

 

The first collages this year are about "fear".

My thoughts are moving to what is fear for each one of us.

For some it is the fear of failure at work, for others the fear of oneself.

Still other people are simply afraid for their lives.

If we follow the news closely, we hear, too often, that people have drowned on the run again. Far from their homeland ......... each fate moves me and it is unbearable because I can not help.

Especially hard to bear is that too many children in the world are already exposed to such suffering.

That there seems to be no one to protect them from war, hunger, violence and hopelessness.

They will never enjoy the experience of basic trust in themself and their environment.

They will never know lightheartedness and many of them will despair of it.